Namensgebung und Geschichte:
Während den Kreuzzügen kam der Türkis über die Türkei nach Europa. Die Franzosen nannten ihn „pierre turquoise“= türkischer Stein. Schon die Azteken und die Tibeter stellten Schmuck und Gebrauchsgegenstände aus Türkis her.
Allgemein:
Türkis wird hauptsächlich in Sediment-und Erstarrungsgesteinen (Sandstein, Kieselschiefer) gefunden und zwar an Stellen, wo Kupferadern auftreten und Wasser mit dem Gestein reagiert hat, um Türkis zu bilden.
Eine reine gleichmäßige Farbe ist selten. Für Schmuckzwecke werden in Israel Verwachsungen von Türkis, Chrysokoll und Malchit gewonnen. Diese grün-blau gefleckten Steine werden Eilatstein genannt. Sie sind nach dem Fundort nahe der Hafenstadt Eilat am Golf von Akaba benannt.
Durch Erhitzen ändert der sehr begehrte himmelblaue Türkis seine Farbe. Er wird unansehnlich grün.
Durch Paraffinieren (Tränken mit Wachs) können die Poren des Steins geschlossen werden. So wird die Ursprungsfarbe konserviert und der Stein wird gleichzeitig gehärtet.
Fundorte:
Israel (Eilat), Iran (Nischapur), Afghanistan, England, China, Usbekistan (Samarkand)
Umgang/Pflege:
Beim Umgang mit Türkis ist einiges zu beachten.
Bei starker Austrocknung des Steins leidet die Farbe. Dies kann schon auf Grund des Verlustes der natürlichen Feuchtigkeit beim Entfernen des Rohmaterials aus dem Muttergestein geschehen.
Bei Wärmeeinwirkung platzt der Stein und bei Licht kann er die Farbe verlieren.
Mit Säuren und Kosmetika sollte der Stein niemals in Berührung kommen.
Niemals mit Ultraschall oder Dampf reinigen! Selbst Seife und Waschpulver schaden ihm.
Der Türkis ist letztlich nur mit klarem Wasser zu reinigen!
Verwendung:
Für Schmuckzwecke wird der Türkis meistens im Cabochon geschliffen. Desweiteren werden kunstgewerbliche Gegenstände aus Türkis hergestellt.