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Edelstein Lexikon Perle


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Chemische Formel: Ca CO3
Chemische Zusammensetzung: Calcium, Kohlenstoff, Sauerstoff
Farbe: weiß mit rosa und bläulicher Tönung, regenbogenfarben, grün, schwarz aber auch silber und gold (Panama Perle)
Härte: 3-4
Dichte: 2,60-2,78
Kristallsystem: nicht bestimmbar
Spaltbarkeit: keine
Glanz: Perlmuttglanz, Fettglanz
Transparenz: durchscheinend, urchsichtig
Strichfarbe: weiß
Bruch: muschelig
Ähnliche Mineralien: keine
Besonderheiten: Perlmuttglanz





Namensgebung und Geschichte:

Der Name kommt von lat. „perula“.Seit etwa 6000 Jahren kennen die Menschen Perlen.

Bei Ausgrabungen in Mexiko fand man Perlen,die von 2500 v. Chr. stammten.

Allgemein:

Perlen, schimmernde Absonderungen, die von manchen Mollusken (Weichtiere), insbesondere bestimmten Muscheln erzeugt und als Schmuck geschätzt werden. Perlen bestehen fast ausschließlich aus Perlmutt, das auch die inneren Schichten der Muschelschalen auskleidet. Perlmutt setzt sich in ester Linie aus dem Kristall Aragonit zusammen (einer Form von Calciumcarbonat). Perlen entstehen, wenn ein kleiner Fremdkörper,z.B. ein Sandkorn, in die Muschel gerät. Dieses Partikel übt auf die Muschel eine Reizwirkung aus und wird daher Schicht für Schicht mit Perlmutt überzogen.Sowohl die im Meer als auch die im Süßwasser lebenden Muscheln erzeugen Perlen, wobei die kostbarsten Exemplare von den Perlmuscheln im Persischen Golf stammen. Kugelige Perlen snd besonders teuer. Wenn der Fremdkörper nach dem Heraustrennen an der Schale haften bleibt, entstehen so genannte Schalenperlen.Perlen, die über einen unregelmäßigen Fremdkörper gewachsen sind und eine ungleichmäßige Form aufweisen, werden auch als Barockperlen bezeichnet. Um Zuchtperlen zu produzieren, werden den Weichtieren gezielt Fremdkörper eingesetzt, um den Bildungsprozeß anzuregen.

Die Größe der Perlen schwankt zwischen der eines Stecknadelkopfes und einem Taubenei.

Im South Kensington-Museum in London liegt die größte bisher gefundene Perle mit einer Länge von 5cm und einem Gewicht von 450 Karat.

Fundorte:

Saudi – Arabien, Iran, Tahiti, Japan, Mexiko, Kalifornien

Umgang/Pflege:

Da die Perle wärmeempfindlich ist, sollte sie weder mit Dampf noch mit Ultraschall gereinigt werden.

Hier reicht lauwarmes Seifenwasser! Durch Kosmetika und Hautschweiß kann die Perle Schaden erleiden.

Verwendung:

Perlen werden ausschließlich im Schmuckbereich eingesetzt.



Zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 17. Oktober 2004